Mittwoch, 29.01.2025, 19.00 Uhr
Festival-Eröffnung
Jazz-Club, Kaiser-Passage
The Three Musketeers (Die drei Musketiere)
USA , 1921, 136 min.
Regie: Fred Niblo, mit Douglas Fairbanks.
Musikalische Begleitung: Sai Lento, Reiko Emura (Klavier ) und Shinichi Minami (Schlagzeug)
Der Bauernsohn Gascon D’Artagnan macht sich auf nach Paris, um ein Musketier zu werden. Im Zentrum der Monarchie trifft er die drei erfahrenen Musketiere Athos, Arami und Porthos, die ihn unter ihre Fittiche nehmen. Zunächst herrscht Misstrauen, doch schon bald werden sie unzertrennlich. Derweil intrigiert Premierminister Kardinal Richelieu gegen König Ludwig XIII., um die Macht an sich zu reißen. Nun müssen die drei Musketiere und D’Artagnan den König und somit ganz Frankreich schützen.
The Three Musketeers
Foto: ©
Donnerstag 30.01.2025
Studio 3, Kino der Kinemathek, Kaiser-Passage
Sondervorstellung 50 Jahre Kinemathek Karlsruhe
Die Büchse der Pandora
Deutschland, 1929, 130 min.
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Musikalische Begleitung: Richard Siedhoff (Klavier) und Mykyta Sierov (Oboe)
“… Da ist die seit Monaten vieldiskutierte Lulu der Louise Brooks, die passivste Rolle des Films. Pabst läßt seinen Film um diese Frau spielen, läßt um sie herum Tragödien geschehen und Menschen zugrunde gehen. Sie steht da, lächelnd, in kindlicher Freude am Sinnengenuß. Zuweilen wird sie etwas unwillig, wie ein Schulmädel, dem irgend etwas schief gegangen ist. Pabst macht aus der Lulu keinen Vamp, den man hassen soll, sondern eine Frau, die nichts für ihre Wirkung auf die Männer kann. In diesem Sinne ist die Brooks eine glänzende Interpretin, …”
Georg Herzberg, in Filmkurier, Nr. 37, 11. 2. 1929
Freitag 31.01.2025, 16.00 Uhr
Kino der Kinemathek Karlsruhe, Kaiser-Passage
Tragischer Irrtum (OT: Erreur tragique)
Frankreich, 1913, 24 min.
Regie:Louis Feuillade
Musikalische Begleitung: Sabine Zimmer (Klavier)
Auf ihrem Schloss in den Cévennen verbringt ein Ehepaar seine Flitterwochen. Als der junge Graf nach Paris fahren muss, geht er eines Tags zwischen zwei Terminen in ein Kino. Unter den Figuren einer Wochenschau erkennt er seine Frau Suzanne. Prompt erwacht seine Eifersucht …
Erreur tragique (Tragischer Irrtum), von Louis Feuillade
Foto: © Gaumont
Le Mystère des Roches de Kador (Das Geheimnis der Felsen von Kador)
Frankreich 1912, 45 min.
Regie: Léonce Perret
Musikalische Begleitung: Sabine Zimmer (Klavier)
Fernand de Keranic will seine Kusine und Mündel beseitigen, um an ihr Erbe zu kommen. Sein Plan scheitert, aber sein Opfer verliert das Gedächtnis. Ein Arzt hat die Idee, das Verbrechen zu rekonstruieren und zu filmen. Er hofft, bei dem Opfer einen Schock auszulösen und ihr Gedächtnis wiederherzustellen, wenn er ihr den Film vorführt.
Le Mystère de Roches de Kador (Das Geheimnis der Felsen von Kador), von Léonce Perret
Foto ©
Freitag 31.01.2025, 19.00 Uhr
Kino der Kinemathek Karlsruhe, Kaiser-Passage
Burlesque on Carmen
USA 1915, 32 min.
Regie: Charles Chaplin
Musikalische Begleitung: Richard Siedhoff (Klavier)
Wir kennen alle den hochromantischen Stoff: ein junger Offizier erliegt den Verführungskünsten von Carmen, einer Femme fatale. Für diese amour fou riskiert er alles: Beruf, Karriere Leben. … Kann man diesen Stoff wirklich parodieren?
Burlesque on Carmen, von und mit Charles Chaplin, Edna Purviance
Die drei Muskrepiere (OT: The Three Must-Get-There)
USA 1922, 45 min.
Regie: Max Linder
Musikalische Begleitung: Richard Siedhoff (Klavier)
Ein Jahr nach dem Vorbild mit Douglas Fairbanks gedreht, kann der Film als klassische Parodie angesehen werden. Die Handlung bleibt dem Original sehr nahe und versetzt diese mit zahlreichen Slapstick-Gags. Bei der 35mm-Kopie der SDK handelt es sich um die originale Verleihfassung der 20er Jahre – absolut lohnend.
Die drei Muskrepiere (OT: The Three Must Get There), von Max Linder
Foto ©
Freitag 31.01.2025, 21.00 Uhr
Kino der Kinemathek Karlsruhe, Kaiser-Passage
Der Gestreifte Domino
Deutschland 1915, 60 min.
Regie: Adolf Gärtner
Musikalische Begleitung:
In einer ganzen Reihe von Filmen ermittelte der Detektiv Stuart Webbs (Ernst Reicher) und klärte möglichst verworrene Fälle auf. In diesem Film erweist er sich als “Rächer der Enterbten”. Den gestreiften Domino trägt er bei einer Party, während der die Handlung kulminiert.
Der Fall Rosentopf
Deutschland, 1915, 19 min
Regie: Ernst Lubitsch
Musikalische Begleitung: Sabine Zimmer (Klavier)
Schon der doppeldeutige Titel weist darauf hin, dass es sich bei diesem Film nicht nur um eine schlichte Komödie, sondern eben um eine Parodie auf das Genre des Detektivfilms handelt. Wie nicht anders zu erwarten, geraten Aufklärungsbemühen und Liebeshändel Lubitsch heftig durcheinander. Leider haben sich nur zwei Akte erhalten.
Ich kann mir einen Kommentar nicht ersparen: Der Film wurde bei den bisherigen Vorführungen meines Wissens immer als Komödie bezeichnet. Die Zuweisung des Films zu diesem Genre begrenzt jedoch den Erwartungshorizont des Publikums beträchtlich. Der Zuschauer bzw. die Zuschauerin kommt dann nicht mehr ohne Weiteres auf den Gedanken, die Figur des Detektivs – von Lubitsch selbst gespielt – und den Film überhaupt mit den zeitgenössischen Detektiv-Filmen zu vergleichen.
Wenn ich den Film jedoch als Parodie rezipiere und bemerke, dass dieser Film auch heute noch funktioniert, während die Detektivfilme beim heutigen Zuschauer bzw. Zuschauerin bisweilen Anfälle von Langeweile bis Schläfrigkeit erzeugen, dann wissen wir wieder, warum wir Lubitsch so sehr bewundern. Josef Jünger
Foto: ©
Samstag 01.2.2025, 15.00 Uhr
Studio 3, Kino der Kinemathek, Passagehof
Wie sich der Kientopp rächt
Deutschland 1912, 18 min.
Regie: Gustav Trautschold
Musikalische Begleitung: Anu Rautakoski (Klavier)
Ein besonders gefürchteter Filmzensor geht einigen Filmschaffenden gewaltig auf die Nerven. Sie beschließen, ihm eine Falle zu stellen. Eine junge Schauspielerin soll ihn becircen, dabei soll der sittenstrenge Mann heimlich gefilmt werden. Das gelingt. Dann wird trickreich eine Veranstaltung organisiert, bei der der Sittenwächter vor Publikum entlarvt werden soll.
Frau Blechnudel will Kinoschauspielerin werden
Deutschland 1915, 19 min.
Regie: Viggo Larsen
Musikalische Begleitung: Anu Rautakoski (Klavier)
Frau Blechnudel liest in einer Zeitungsanzeige, dass Filmschauspielerinnen gesucht werden. Sie bewirbt sich. Als sie sich vorstellen will, ist der Filmproduzent schon abgereist; es kommt zu einem Missverständnis und Frau Blechnudel (Anna Müller-Lincke) landet in einem Varieté-Theater, wo sie den Betrieb ordentlich aufmischt.
Foto: © Sammlung Josef Jünger
Die Filmprimadonna
Deutschland 1913, 17 min. (Fragment)
Regie: Urban Gad
Musikalische Begleitung: Anu Rautakoskik
Ein Drehbuchautor verliebt sich in seine Hauptdarstellerin (Asta Nielsen). Diese ist jedoch in einen anderen Mann verliebt, der sie rücksichtslos ausnutzt. Der Autor verfasst ein Drehbuch über ihrer beiden Leben. Schließlich stirbt die Darstellerin, die ein schweres Herzleiden hat, als sie die letzte Szene spielt, in seinen Armen. Im Film sind viele Szenen zu sehen, die zeigen, wie damals Filme im Filmkopierwerk entwickelt wurden usw.
Asta Nielsen in „Die Filmprimadonna“ von Urban Gad
Samstag 01.2.2025, 18.30 Uhr
Studio 3, Kino der Kinemathek, Passagehof
Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Festivals
Dr. Jekyll and Mr. Hyde
USA 1920, 73 min.
Regie: John S. Robertson
Musikalische Begleitung: Leo Perrigo (Klavier)
Nicht die erste, aber eine der frühen Verfilmungen der bekannten Novelle Robert L. Stevensons. Es geht um eine gespaltene Persönlichkeit: Dr. Jekyll, ein angesehener Arzt und Wissenschaftler einerseits, der furchteinflößende, völlig skrupellose Mr. Hyde andererseits. Ein Freund von Dr. Jekyll, der Rechtsanwalt Utterson, versucht das Rätsel aufzuklären.
„Text zum Foto“
Samstag 01.2.2025, 21.0 Uhr Festival-Abschluss
Jazz-Club, Kaiser-Passage
Das Museo Nazionale del Cinema Turin präsentiert:
Kurzfilmprogramm
Die Filme: “Cenerentola”, “Una tragedia
al cinematografo”, zwei Filme von Segundo de
Chomon: “Le spectre rouge”, “En avant la musique” u.a.
Musikalische Begleitung der Kompositionen von Studierenden
des Conservatorio G. Verdi (Turin): Leo Perrigo (Klavier / Piano)
Le Nozze di Figaro (Figaros Hochzeit)
Regie: Luigi Maggi,
Italien 1913, 25 min.
Musikalische Begleitung: Sabine Zimmer (Klavier)
Eine sehr lebhaft und frisch wirkende Inszenierung des bekannten Stoffes mit einer ebenso sehr präsent wirkenden Gigetta Morano als Susanna.
Maciste
Regie: Luigi Romano Borgnetto und Vincenzo Dénizot
Italien 1915, 67 min.
Musikalische Begleitung: Ludovico Bellucci
Eine junge Frau flüchtet vor Verfolgern in ein Kino, wo gerade “Cabiria” gezeigt wird. Sie ist so beeindruckt von Maciste, dass sie ihn im Filmstudio aufsucht und um Hilfe gegen die Verfolger bittet. Sie soll nämlich von ihrem Onkel um ihr Erbe gebracht werden
„text zumFoto “
Sonntag 02.2.2025, 15.00 Uhr
Jazz-Club, Kaiserpassage
Stummfilme für kleine und große Kinder / Charles Chaplin
Gesamtdauer des Programms: ca. 60 Minuten
Die Eroberung des Nordpols (OT: A la Conquête
du Pôle),
Regie: Georges Meliès, Frankreich 1912, 33 min.
Großer Fantasy-Film des Frühen Kinos!
Musikalische Begleitung: Anu Rautakoski (Klavier)
Kurzfilme von Gaston Velle, Georges Meliès und Segundo de Chomon
Musikalische Begleitung: Klavierschülerinnen und -schüler von Anu Rautakoski.
Hinter der Leinwand (OT: Behind the Screen)
Von und mit Charles Chaplin
USA 1916, 30 min.
Musikalische Begleitung: Reiko Emura
David (Chaplin) ist Handlanger in einem Filmstudio. Von seinem Vorarbeiter namens Goliath wird er schikaniert, aber David weiß sich zu wehren. Ein Mädchen vom Lande will Filmschauspielerin werden, wird aber abgewiesen. Verkleidet gelangt sie ins Filmstudio.
Dort gerät allmählich alles durcheinander.
Charles Chaplin und Edna Purviance in „Behind the Screen“ (Hinter der Leinwand)
Jetzt den Festival-Trailer ansehen:
